Abschied, der zweite… Nach der Beisetzung geht es oft um die Auflösung eines großen Haushaltes

Der erste Abschied von einem geliebten Verstorbenen, die Beisetzung des Sarges oder Urne geht relativ schnell. Der Termin für eine Trauerfeier und eine Bestattung ist in der Regel nach ein oder zwei Wochen festgesetzt. Die Trauer endet damit natürlich nicht.

Danach kommt dann aber für die Hinterbliebenen oft der zweite Abschied, wenn der/die Verstorbene zuletzt allein in der Wohnung oder im Haus gelebt hat.

Dieser zweite Abschied kann viele Wochen und Monate dauern und auch emotinal recht aufwühlend sein. Bei einer gemieteten Wohnung möchte der Vermieter bald wieder vermieten und Sie selbst nicht unnötig lange Miete für eine nicht bewohnte Wohnung zahlen.

Aber auch bei einem eigenen -möglicherweise jetzt geerbten – Haus oder einer Wohnung soll der Wohnraum ja bald wieder in irgendeiner Form genutzt werden.

Also was tun mit all den übrig gebliebenen Dingen Weiterlesen

Der Coronavirus hat uns fest im Griff – Einige Gedanken und Tipps dazu

Grafik Corona-VirusMeine ältere Tochter regte an, ich könne doch aus meiner Sicht etwas zur Corona-Krise schreiben, etwa eine Übung aus dem Autogenen Training vorstellen. Ich habe zuerst abgewunken; das AT sei eher etwas für einen Präsenz-Kurs über 8 Wochen, bald würde doch der Shutdown wieder gelockert und dann ist auch Corona „durch“. Doch die Idee zu diesem Beitrag spukte seitdem in meinem Kopf herum und nahm langsam Gestalt an. Hier ist er nun, zumal uns diese Pandemie doch noch lange begleiten wird, wie die Wissenschaftsjournalistin Mai Thi Nguyen-Kim schon Anfang April anschaulich erklärt und auch viele Beschränkungen nach dem Beschluss vom 15. April weiter gelten werden. Wir müssen also recht lange weiter damit leben. Wobei ich persönlich denke, die jetzigen Weiterlesen

Selbstverantwortung – Wie ich sie sehe

Zwei Kinder spielen im Kinderzimmer, plötzlich gibt es einen lauten Knall. Erschreckt rennt der Vater hin, das Tablett mit den Keksen und dem Kakao liegt auf dem Boden, eine Tasse ist zerbrochen. Beide Kinder sagen sehr überzeugt: „Ich war das nicht“. Bei Kindern scheint die Ablehnung jeder Verantwortung (noch) die Regel zu sein…

Bei Erwachsenen auch? Eine Klientin „schimpft“ schon seit einigen Sitzungen immer mal wieder, dass ihre Eltern ihr damals nicht erlaubt haben, Gitarre zu lernen, obwohl sie sehr musikalisch ist und im Schulchor mitgesungen hatte. Stattdessen musste sie ab 11 Flöte lernen, bis sie die mit „15 in die Ecke warf“ und nie mehr anrührte. Mein Hinweis, sie könne ja nun sicher Noten lesen und heute als Erwachsene noch eine preiswerte Gitarre kaufen Weiterlesen

Das Tal des Abschieds – Eine Übung zum Seminarabschluss

Heute möchte ich Ihnen und Euch eine Übung vorstellen, die nach einem etwas längeren beruflichen Seminar oder einer Tagung oder auch einem privaten Treffen zum Ende eine strukturierte Rückschau auf die gemeinsame Zeit ermöglicht.
Es geht nicht um eine Wanderung durch eine schöne Landschaft wie das Bild suggeriert, sondern um einen inneren Weg der Rückschau auf die vergangenen Tage und des Ausblicks auf die kommenden.

Das Tal des Abschieds dient dem „Punktsetzen“, dem Bewusstmachen und Reflektieren einer Situation, die die TeilnehmerInnen an unterschiedlichen Punkten „erwischen“ kann. Weiterlesen

Alte Verletzungen brauchen eine Würdigung zur Heilung

Sie kennen DAS vielleicht aus Ihrer eigenen Partnerschaft oder von Freunden.  Unregelmäßig aber beharrlich  beklagt sich ein Partner über eine alte Verletzung. Sie denken genervt, „DAS schon wieder“. Ein Wort gibt das andere…der Abend ist gelaufen.

Warum geschieht das in dieser Form immer wieder?

Meine These für den heutigen Blogbeitrag haben Sie schon in der Überschrift gelesen.

Alte Verletzungen brauchen eine Würdigung, um heilen zu können.

Es ist nicht erstrebenswert, aber es ist normal, das wir uns in unserem alltäglichen Miteinander immer auch mal kränken und verletzen.

Es geht nicht immer ohne Ungerechtigkeiten oder Verletzungen ab. Nicht absichtlich, aber weil wir Menschen Fehler machen, etwas vergessen, unachtsam sind Weiterlesen

Meine neue Webseite www.persoenlichkeitsentwicklung-bonn.de ist online

Meine neue Webseite www.persoenlichkeitsentwicklung-bonn.de zu meinen verschiedenen Angeboten in meiner Praxis in Bonn ist online.

Hier finden Sie alle Kurse und Seminare zu Persönlichkeitsentwicklung und persönlicher Veränderung, die ich  – bis auf wenige Ausbildungen in Kooperation – alle in meiner Praxis in Bonn anbiete. Von verschiedenen Entspannungskursen, für die ich von den gesetzlichen Krankenkassen als qualifizierter Kursleiter anerkannt bin, bis zu Seminaren zu verschiedenen Themen, Ausbildungen und meinem speziellen Veränderungscoaching.

 Meine 10 Jahre alte Seite www.praxis-lebenswege.de ist zunehmend zu unbeweglich für technische Veränderungen geworden und entspricht auch Weiterlesen

Papa, wo bist du? Über die Vätersehnsucht

Unsere Eltern sind die Menschen, die in unserem Leben am stärksten geprägt haben. Besonders in den ersten Lebensjahren ist das Fehlen eines oder sogar beider Elternteile eine tief einschneidende Erfahrung.

Heute soll es in diesem Beitrag um das Fehlen des Vaters gehen. Dazu ein ausführliches Fallbeispiel, an dem sich Vieles zum Thema erläutern lässt:

Dagmar wischt sich die Tränen aus dem Gesicht und sagt: „Irgendwie ist das doch auch alles ernüchternd“. Sie ist über 2 Jahren in Abständen immer wieder zu mir in die Praxis gekommen, um sich mit ihrem damals noch unbekannten Vater auseinanderzusetzen.  Dieser war  in den 60er Jahren mit ihrer Mutter 2 Jahre lang Weiterlesen

Scheitern … weit verbreitet und wenig diskutiert

Ich weiß gar nicht mehr, ob ich damals alleine oder mit Freunden vor dem Fernseher gesessen habe.
Uli Hoeneß jagt den entscheidenden Elfmeter im Endspiel der Fußball-EM 1976 über’s Tor in den Belgrader Nachthimmel.

Die deutsche Mannschaft ist im Finale gescheitert. Die etwas Älteren unter Ihnen erinnern sich vielleicht auch noch daran…

Ums Scheitern soll es heute gehen. Ist das doch bei näherem Hinsehen Weiterlesen

Die Kunst des Wartens – muss ich auch immer wieder lernen

Neulich hatte ich mich mit einem Freund zu einer Wanderung in der Eifel verabredet. Vom Bonner Bahnhof wollten wir mit dem Zug starten und nach der Wanderung von einem anderen Bahnhof wieder zurückfahren.

Und ich musste einige Zeit auf meinen Freund warten.

Ich hasse warten. Ich versuche selbst immer pünktlich zu sein und mag es nicht, mich zu verspäten.. Es mag ja Unterschiede geben, ob es um den Abflug eines Charterfliegers geht oder „nur“ um einen gemeinsamen Museumsbesuch.

Aber er kommt nicht… Minuten vergehen. Weiterlesen

Burn-Out, Krise ohne Hoffnung oder dankbare Chance?

Ich beende in diesem Tagen gerade die achte Ausbildung zum/zur Burn-Out-BeraterIn, die ich seit Jahren in Kooperation mit einer Heilpraktikerschule anbiete. Anstoß, hier im Blog über das Thema zu schreiben.

Burn-Out ist seit einigen Jahren in aller Munde. Stern, Spiegel, Zeit; Fernsehen, Radio und das Internet berichteten in den vergangenen Jahren immer wieder ausführlich vom verstärkten Auftauchen dieses Erschöpfungszustandes, es scheint die neue Volkskrankheit Nr. 1 zu sein.

Lange Zeit seit der Einführung des Begriffes durch den amerikanischen Arzt Herbert J. Freudenberger im Jahr 1974 galt Burn-Out als ein Phänomen, das nur in bestimmten sozialen Berufsgruppen wie Ärzten und Pflegekräften oder bei Managern auftaucht.

Doch mittlerweile zeigt sich; es gibt zwar eine Häufung bei bestimmten Berufsgruppen, aber es kann im Grunde jeden treffen: Prominente wie den wie den Skispringer Sven Hannawald, den Sänger des Popduos Rosenstolz Peter Plate und die Politikerin und Professorin Miriam Meckel, den Fußballtrainer Ralf Ranknick und auch eine/n Selbständige/n, einen unbekannten Büroboten am Ende der beruflichen Hierarchie Weiterlesen